U18-Wahl: SPD und Grüne in Berlin gleichauf, FDP raus

Bei der bundesweiten Kinder- und Jugendwahl U18 haben etwa 215.000 junge Menschen ihre Stimme abgegeben.

Am 15. September bekam bei der U18-Bundestagswahl die CDU mit 28,3 Prozent die meisten Stimmen. Es folgten SPD mit 19,8 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen mit 16,5 Prozent, Die Linke mit 8,1 Prozent, die AfD mit 6,8 Prozent und die FDP mit 5,7 Prozent. Sie würden es in den Bundestag schaffen, wenn es nach Kindern und Jugendlichen geht.

Stärkste Partei unter jungen Berliner Wähler_innen ist ebenfalls die CDU mit 23 Prozent. Auf SPD und Grüne entfielen je 21 Prozent der Stimmen. Die Linke landete bei 13 Prozent, die AfD erhielt fünf Prozent der Berliner U18-Stimmen. Die FDP landete in der Hauptstadt bei vier Prozent und würde damit nicht in den Bundestag einziehen.

U18 als größte Initiative politischer Bildung

Das Ergebnis ist Ausdruck der politischen Stimmung bei allen, die bei der Bundestagswahl am 24. September noch nicht wählen dürfen – weil sie zu jung sind. Im Rahmen der U18-Wahl haben sich Kinder und Jugendliche mit den Programmen der Parteien beschäftigt, mit Kandidat_innen in den Wahlkreisen debattiert oder mit anderen Kindern und Jugendlichen über Politik gesprochen. U18 ist eine der größten Initiativen politischer Bildung, die von und für Kinder und Jugendliche organisiert wird. Sie planen die Aktivitäten und organisieren bundesweit Wahllokale.

215.000 Kinder und Jugendliche haben gewählt

Bestimmende Themen waren Nachhaltigkeit und Umwelt, Digitalpolitik und die Gerechtigkeit bei den Bildungschancen. Am Wahltag konnten in 1662 Wahllokalen alle unter 18 ihre ihr Kreuz machen. Insgesamt nahmen mehr als 215.000 Kinder und Jugendliche teil. „Jedes Kind, das sich in Deutschland aufhält, darf bei uns wählen. Egal, ob es ein unbegleiteter Flüchtling ist, einen Migrationshintergrund oder deutschstämmige Eltern hat“, so Katharina Wengenroth, Landeskoordinatorin der U18-Wahl.

U18 wird getragen vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Deutschen Bundesjugendring, den Jugendverbänden und Landesjugendringen sowie vom Berliner U18-Netzwerk. Zur Bundestagswahl hat der Deutsche Bundesjugendring die Koordination übernommen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von der Bundeszentrale für Politische Bildung.

U18-Bundestagswahl 2017 Wahlergebnis