Interkulturelle Öffnung im Landesjugendring Berlin

Der Landesjugendring Berlin setzt sich für Selbstorganisation, Mitbestimmung und die Förderung ehrenamtlichen Engagements aller jungen Menschen in Berlin ein. Die interkulturelle Öffnung der Jugendverbandslandschaft - und darüber hinaus aller gesellschaftlichen Bereiche - ist dementsprechend nicht nur ein Thema des Landesjugendring, sondern Teil seines Selbstverständnisses und die Voraussetzung, seine Ziele zu verwirklichen.

Interkulturelle Öffnung beinhaltet viele Aufgaben, die alle gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, institutionellen und sozialen Ebenen betreffen. Vor allem bedeutet interkulturelle Öffnung jedoch, sich aufeinander einzulassen, einander zuzuhören, einander zu verstehen. Es bedeutet, sich selbst kritisch zu hinterfragen, das eigene Handeln zu beobachten und zu reflektieren und sich mit seiner eigenen Position in der Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Auf dem Weg zu einer offenen Jugendverbandslandschaft, die sich deutlich für eine interkulturelle Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen allen Verbänden positioniert und sämtliche Handlungen und Überzeugungen, die diesem Ziel widersprechen und zuwiderhandeln, entschieden ablehnt, sind die drei entscheidenden Aufgaben

  • die Öffnung der eigenen Verbandsstrukturen, um die Möglichkeiten der Partizipation und Mitbestimmung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu fördern.
  • Migrant_innenjugendselbstorganisationen (MJSO) im Aufbau und der Verstetigung fester Verbandsstrukturen individuell und bedarfsorientiert zu unterstützen.
  • Kooperationen zwischen den Jugendverbänden jeglicher inhaltlicher Ausrichtung zu fördern.

Der Landesjugendring Berlin widmet sich auf vielfältige Art diesen und anderen damit verbundenen Aufgaben.

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