Runder Tisch Jugend diskutiert Vorschläge zur Beteiligung junger Menschen

31.01.2014 | Junge Menschen wollen ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten. Sie haben Ideen, Wünsche und Anregungen, wie Berlin jugendfreundlicher wird und so die Stadt noch mehr auch zu ihrer Stadt wird.

Im Rahmen des vom Berliner Runden Tisch Jugend initiierten Projektes „Runder Tisch Jugend im Dialog“ wurden in zahlreichen Veranstaltungen Forderungen junger Menschen bezogen auf unterschiedliche gesellschaftliche Themenfelder und Bereiche (Schule, Ausbildung und Beruf, Sozialraum, Diversität und gesellschaftlicher Zusammenhalt, ePartizipation) identifiziert und mit Entscheidungsträgerinnen und -trägern diskutiert. Die Ergebnisse dieser Diskussionsrunden lagen heute dem Runden Tisch Jugend vor und wurden intensiv beraten. Alle Beteiligten einigten sich darauf, in ihren Verantwortungsbereichen zu prüfen, wie die Beteiligung junger Menschen gestärkt werden kann. Gleichzeitig verständigte man sich darauf, dass es notwendig ist, die Diskussion mit jungen Menschen zu verstärken und die bereits bestehenden Mitwirkungsmöglichkeiten stärker in die Öffentlichkeit zu tragen.

Jugendstaatssekretärin Sigrid Klebba hob die Bedeutung der aktiven Beteilung junger Menschen für ein vielfältiges und lebendiges Berlin hervor: „Junge Menschen sind Expertinnen und Experten in eigener Sache. Daher ist es wichtig, ihrer Stimme in allen sie betreffenden gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen stärkeres Gewicht zu geben. Die heute getroffene Übereinkunft soll dazu beitragen, dass die Beteiligung junger Menschen im Alltag selbstverständlich und regelhaft umgesetzt wird.“

Der Vorsitzende des Landesjugendrings, Thomas Koch, erläuterte hierzu: „Kinder und Jugendliche haben oft einen anderen Blick auf ihr Lebensumfeld als Erwachsene. Deswegen darf es nicht nur eine Politik für Kinder und Jugendliche geben, sondern es muss auch eine Politik von Kindern und Jugendlichen geben. Junge Menschen erwarten verbindliche Mitbestimmungsmöglichkeiten, die auch Wirkungen in der Praxis zeigen.“

Das Land Berlin und der Landesjugendring Berlin e.V. hatten im „Abkommen für die Jugend“ im September 2009 unter anderem die Einrichtung des „Runden Tisches Jugend“ vereinbart. Ziel des Runden Tisches ist es, die Interessen von Kindern und Jugendlichen in allen Politikbereichen stärker zu berücksichtigen. Dabei spielen Fragen der Verbesserung der Lebenssituation und der Partizipationsmöglichkeiten eine herausragende Rolle.

Am Runden Tisch Jugend nehmen von Seiten des Landes Berlin die für Jugend zuständige Senatorin bzw. Staatsekretärin teil. Der Landesjugendring wird durch seinen Vorsitzenden vertreten. Weiterhin vertreten sind die Fraktionen im Abgeordnetenhaus durch die jugendpolitischen Sprecherinnen und Sprecher, die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung, die Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik (Stiftung SPI), die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Berlin, ein für den Bereich Jugend zuständiger Bezirksstadtrat bzw. eine Bezirksstadträtin, die Industrie- und Handelskammer Berlin, die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund. Der Runde Tisch Jugend hat sich im Jahr 2010 konstituiert und tagt einmal jährlich.

Das Projekt „Runder Tisch Jugend im Dialog“ wurde vom Landesjugendring Berlin e.V. umgesetzt und von der EU-Kommission im Rahmen des Programms JUGEND IN AKTION sowie dem Jugend-Demokratiefonds Berlin finanziell unterstützt.