Kampagne für besseres Ehrenamt und jugendpolitische Gespräche

Mit einer vielfältigen Ehrenamts-Kampagne und bunten Aktionen möchte der Landesjugendring gemeinsam mit den Jugendverbänden ab Herbst 2017 bis 2018 Druck auf die Politik aufbauen. In einer ersten Ideenwerkstatt zur Kampagne haben Vertreter_innen aus den Verbänden den Ablauf, erste Aktionen und die grafische Richtung der Kampagne konkretisiert und strategisch weiterentwickelt.

Junge Ehrenamtliche sind in Berlin leider an zu vielen Stellen „ausgebremste Superheld_innen“ – ein Bild, das die Kampagne aufgreifen möchte. Unter anderem fehlt es an verbindlichen Freistellungsregelungen für Ehrenamt, an Ferienschutz für Studierende oder an der Gleichstellung von Juleica und Ehrenamtskarte. Die Kampagne soll zeigen, was Ehrenamtliche in Jugendverbänden täglich leisten und wo die Politik für mehr Anerkennung und zeitliche Freiräume für starkes Ehrenamt sorgen muss.

Jugendpolitische Gespräche: Sichere Finanzierung für Jugendverbände

Mehr Anerkennung für junges Ehrenamt und bessere Rahmenbedingungen für das Engagement junger Menschen sind auch Themen der Gespräche mit den jugendpolitischen Sprecher_innen der Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses, die der Landesjugendring derzeit führt. Im Fokus der Treffen mit den Politiker_innen steht außerdem, wie ein Jugendfördergesetz die Finanzierung der Jugendverbandsarbeit sichern kann.

Das Jugendfördergesetz könnte endlich die Basis für eine auskömmliche Finanzierung der Jugendverbände schaffen und die weitere Abwärtsspirale bei der Finanzierung der Angebote durch die Bezirke verhindern. Seit 2011 ist die Förderung der Jugend- und Jugendverbandsarbeit um 2,4 Millionen Euro gesunken.